DIS – Therapie: Ein Weg zurück zu sich selbst – Teil 1

Vor einiger Zeit kam eine Klientin zu mir mit dem Verdacht, mehrere Persönlichkeitsanteile in sich zu tragen. Schon beim ersten Treffen wirkte sie freundlich, aufgeschlossen und erstaunlich lebensfroh. Gleichzeitig war da aber auch eine große Aufregung – verbunden mit der Hoffnung, endlich verstanden zu werden.

Sie erzählte mir, dass sie nur wenige klare Erinnerungen habe. In letzter Zeit erlebte sie jedoch verstärkt Flashbacks, die sie stark belasteten. Sie funktionierte im Alltag, doch oft wie auf Autopilot. Eine Hauptpersönlichkeit war immer präsent, sie organisiert das Leben, sorgte für die Kinder und gab Struktur. Bei einem Persönlichkeitswechsel war sie Co-Bewusst – als eine Art Beobachterin, so hatte sie im Alltag keine Erinnerungslücken.

Nach und nach begann sie zu berichten: von schweren Kindheitserfahrungen, Krankenhausaufenthalten, in denen sie „herumgereicht“ wurde, und von familiären Belastungen. Dazu kamen zahlreiche körperliche Symptome – von Blasenentzündungen über Zahnprobleme bis hin zu Kieferentzündungen und Migräne. Auffällig war auch, dass sie immer wieder Männer in ihr Leben zog, die selbst zerrissen waren – multipel, narzisstisch oder abhängig von Drogen. So waren ihre Beziehungen insgesamt schwierig.

Erste Sitzung – Verbindung und Reinigung

In der ersten Sitzung begann ich behutsam mit Energiearbeit. Ich stellte eine Verbindung zu ihrer Seele her, reinigte das Energiefeld in Körpernähe und entfernte Fremdenergien.

Die Reaktion war intensiv: In den ersten Tagen fühlte sie sich lebendiger, spürte sich selbst – doch dann kam Fieber. Sie beschrieb es, als sei sie wie unter einer Glocke gefangen. Ihr wurde bewusst, dass sie ihren Körper lange nur über Schmerz wahrnehmen konnte.

Dieses Fieber war jedoch kein Rückschritt, sondern eine sogenannte Heilkrise – ein Prozess der Reinigung. Denn nach drei Tagen reagierte ihr Unterbewusstsein und die Veränderung setzte sich um.

Weitere Sitzungen – Schicht für Schicht

In den folgenden Begegnungen konnte ich Schritt für Schritt ihre Energiekörper reinigen. Das brachte Bewegung in ihr System, Gefühle begannen wieder zu fließen.

Sie erinnerte sich über Träume, nahm sich bewusster wahr und lernte, eigene Reaktionen zu beobachten, auch Triggerworte fielen ihr zunehmend auf.

Mit der Zeit wurde deutlich, dass bestimmte Stresssituationen – wie Nähe, familiäre Konflikte oder selbst alltägliche Dinge wie Einkaufen – sogenannte „Spaltprogramme“ aktivierten, die weitere Abspaltungen erzeugten. Wir fanden den Auslöser und so konnte ich energetisch das Spaltprogramm auflösen.

Die innere Ordnung kommt in Bewegung

Mit jeder Sitzung zeigte sich mehr von ihrem inneren Erleben. Neue Anteile kamen ist Bewusstsein, Gefühle wie Trauer und Haltlosigkeit traten hervor. Das war kräftezehrend und da Gefühle in der Kindheit gefährlich waren reagierte ihr Körper immer wieder mit Krankheit.

Zur DIS

Wenn sich Persönlichkeitsanteile abspalten, gerät die innere Ordnung durcheinander. Ein Persönlichkeitsfunke verankert sich irgendwo im System – im Körper oder in einem Energiefeld – und kann von dort auch ins Bewusstsein treten. So entstehen Persönlichkeitswechsel.
Jeder Persönlichkeitsanteil hat eigene Gedanken, Gefühle, einen Willen, Vorlieben und eine eigene Meinung und einen eigenen Willen. Er hat er in jedem Energiekörper einen kleinen Teil für sich.

Mit der Aufteilung in Persönlichkeiten teilen sich auch die innere Kraft und die Eigenschaften auf. Manche Anteile sind voller Wut, andere voller Trauer. Manche sind Kinder, die in traumatischen Situationen gefangen geblieben sind, während andere den Alltag bewältigen.
Sie tragen die Erinnerungen, den Schmerz, die Gefühle und Gedanken und jedes traumatische Erlebnis lässt einen Überlebensmechanismus entstehen, ein denken, fühlen und Verhalten, welches das Überleben gesichert hat und jeder Persönlichkeitsanteil lebt aus dieser Prägung heraus.

Jeder Anteil sendet Impulse im Alltag – auch wenn er im Hintergrund bleibt.

In der Energiearbeit zeigt sich in Schichten was gelöst werden kann und darf. Zum einen muss das Thema ins Bewusstsein gelangen, um energetisch zugänglich zu sein, und zum anderen ist es wichtig, dass es verstanden und bewältigt werden kann.

Fazit

Die Arbeit mit Menschen, die unter Dissoziativer Identitätsstruktur (DIS) leiden, ist tief bewegend. Sie zeigt, wie kreativ und stark die Psyche ist, wenn es darum geht, unerträgliche Erfahrungen zu überleben. Jeder Anteil ist ein Ausdruck dieser Kraft – und zugleich ein Schlüssel auf dem Weg zur Heilung.

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